Im Hörsaal

In Fulda durfte ich auf Einladung des Fuldaer Bündnisses gegen Depression bei einer Veranstaltung im Hörsaal des Klinikums Fulda dabei sein, bei der es um die Situation von Kindern psychisch kranker Eltern ging.

Die Direktorin der Klinik für Psychosomatik meinte nach meiner Lesung in etwa:

„Ich glaube, in den letzten 50 Jahren gab es in diesem ehrwürdigen Saal keine Kinderbuchlesung.“

Die Lieder

Meine erste Lesung habe ich als Übersetzerin veranstaltet, in Karlsruhe, im Prinz-Max-Palais, noch bevor ich MONTEROSA gegründet habe, also mindestens vor 12 Jahren. Gefühlt vor Lichtjahren. Und weil ich damals aus „Das Leben im Alten Rom“ gelesen habe, das ich für den Arena Verlag übersetzt hatte, also aus einem Sachbuch, habe ich mir überlegt, was ich als Kind gut fände bei einer Lesung. Und so habe ich angefangen, meine ersten Lieder zu schreiben. Aus der Not heraus. In der Folge luden mich die Bibliotheken der Stadt Karlsruhe – die ihre Künstler sehr schätzt – immer wieder zu Lesungen ein.

Nur leider waren meine Bücher zu kurz für eine Lesung: Ein Satz, ein Bild. Fertig. In drei Minuten wäre die Lesung vorbei.

Deshalb habe ich wieder Lieder geschrieben. Und immer kam am Ende der Lesungen der Kommentar: „Die Lieder waren toll!“ (Mhm, eigentlich bin ich ja Übersetzerin und Autorin … Aber: Die Lieder sind toll?)

So ging es weiter. Als ich dann Papas Seele hat Schnupfen geschrieben hatte und damit, ebenfalls auf Einladung des Kulturamtes der Stadt Karlsruhe, in Karlsruher Grundschulen eingeladen war, habe ich mich wieder hingesetzt und Lieder geschrieben. Und bei diesen Lesungen habe ich gemerkt, wie die Lesungen den Kindern etwas sagen. Ach, und nebenbei: Die Lieder waren toll!

Und so entstand die Lesereise, die seit 2017 vom AOK Bundesverband und der Deutschen DepressionsLiga e.V. gefördert wird und mit der ich an Schulen, sozialen Einrichtungen und Kliniken Lesungen veranstalte.

So wie heute:

Beim Blitzlicht (= Lobrunde der Kinder für die Vortragende):

„Die Lieder waren toll!“
„Die Lieder waren toll!“
„Die Lieder waren toll!“

Ich lese dann trotzdem mal weiter aus dem Buch. Zum Glück kann ich ja auch Musik machen … 😉 Und vielleicht sollte es nicht „Musikalische Lesereise“ heißen, sondern eher „Literarische Tournee“? Mhm …

(NB: Es kamen schon auch noch andere Kommentare: Die Bilder, die Geschichte, …, aber: „Die Lieder!“)

Und neulich meinte ein Erwachsener:
„Sie haben eine schöne Stimme. Aber da können Sie ja nichts für.“ 😉

Arrivederci Brema

Auf dem Weg zurück von Bremen oben ein paar Eindrücke von Bremen. Was für eine tolle Stadt! Viele viele liebe Menschen. Lesungen an ganz unterschiedlichen Orten und die Rundumbetruung durch das Team AOK Bremen/Bremerhaven. Vielen lieben Dank für diese vier tollen Tage! Bremen bekommt auf der Tourkarte jetzt einen gelben Punkt ☺️

Nach dem Spiel ist …

Bei MONTEROSA heißt das eher: Nach dem Märchen ist …

Ich sammle schon einmal Ideen, worum es im nächsten Buch gehen könnte und Dornröschen und Rotkäppchen haben jetzt erst einmal die Bremer Stadtmusikanten besucht. Rotkäppchen und die Bremer Stadtmusikanten kennen sich ja schon.

Claudia Gliemann on Tour

Diese Woche bin ich auf Tour ein Bremen und Bremerhaven. Oben sehen Sie einige Eindrücke.

Ein herzliches Dankeschön an die AOK Bremen, die diese Woche so abwechslungsreich gestaltet.

Wir sind gemeinsam im Zirkuszelt in einer Zirkusschule, in das Grundschulkinder kommen, bei einem Fachtag an der Hochschule Bremen, in einer Gruppe, bei der Kinder und ihre psychisch kranken Eltern dabei sein werden und in einer Bibliothek! Alles organisiert und koordiniert von der AOK Bremen und allen Kooperatiomspartnern vor Ort.

Herzlichen Dank für diese sicher sehr eindrückliche Woche!

Von Burgen und Schlössern

Während der Coronazeit war vieles sehr, sehr schwierig, aber es gab auch tolle Momente, wie diesen hier: eine Open-Air-Lesung – die immer mal wieder einmal vorkommt – und dieses Mal an so einem tollen Ort: Auf einer richtigen Burg!

Und für Dornröschen bieten sich natürlich perfekt Lesungen in Schlössern und Burgen an 😉

MONTEROSA Fairy Tale geht weiter.

Wir bei MONTEORSA lieben Märchen. Na gut, ich. Aber ich glaube, die MONTEROSA-Illustratorinnen auch. Marie Doerfler jedenfalls. Denn sie hat gleich zugesagt, als ich sie gefragt habe, ob sie gerne ein Märchen für mich illustrieren möchte. Natürlich hat sie gefragt, welches. Dornröschen fand sie dann gut, glaube ich. Allerdings sind bei MONTEROSA Märchen auch IMMER (IMMERhin ist es unser zweites …) etwas anders. Die Dornen stehen dabei für die Traurigkeit, von der Dornröschen umgeben ist, die es einhüllt, fesselt, lähmt und vieles andere mehr.

Mit Dornröschen fährt Achterbahn erscheint das erste MONTEROSA-Buch, das sich mit der Traurigkeit von Kindern befasst. Aber genauso gut eignet sich das Buch für Erwachsene oder auch für andere Themen. Für alles, was wächst und sich ausbreitet wie Dornengestrüpp. Das einem den Blick vernebelt. Und bei dem es gut ist, wenn man nicht alleine ist, sondern einen Freund oder eine Freundin an seiner Seite hat, die/der einem hilft, die Wolken wegzuschieben oder einfach nur da ist zuhört und einem zeigt, dass es auch Heckenscheren gibt.

Und ganz, wie es sich für ein Märchen und eine Prinzessin gehört, gibt es einen Prinzen, der Dornröschen retten möchte. Der die Dornen durchschlagen möchte, in seiner glänzender Rüstung und auf seinem weißen Pferd.

Wie ich dieses MONTEROSA-Märchen erzählt habe, das erfahren Sie in dem Buch selbst. Mehr wird an dieser Stelle noch nicht verraten 😉

Ich finde es wunderschön. Den Text wie auch die Illustrationen. Aber das sollte auch so sein 😉

Dornröschen fährt Achterbahn ist ein Buch über starke Mädchen und Frauen. Und über Freundschaft.

DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE! DANKE!

Und jetzt kommt der Abspann. Der DANK! Und weil es so viele sind, bei denen ich mich gerne bedanken möchte, ist der Dank auch entsprechend lang.

ALSO:

Sehr herzlich bedanken möchte ich mich bei Marie Doerfler. Dornröschen fährt Achterbahn ist ihr erstes Buch und auch hier bin ich sehr stolz und sehr froh, dass Marie mir ihr Vertrauen geschenkt hat und meinen Text in so ein schönes Buch verwandelt hat.

Dornröschen fährt Achterbahn ist gleichzeitig Maries Masterarbeit an der HAW Hamburg, was bedeutet, dass wir alle gemeinsam an diesem Buch gearbeitet haben.

Sehr herzlich bedanken möchte ich mich auch bei Mario Drechsler, mit dem ich wieder gemeinsam die Farben an das Buch angepasst habe. Bei FrauDr. Susanne Schmidt, die ein paar Fragen zum Thema beantwortet hat und auch das Buch fachlich begleitet hat sowie bei Herrn Professor Dr. Peter Zwanzger vom kbo-Inn-Salzach-Klinikum, der das Buch ebenfalls fachlich betreut und mit einem Fachtext ergänzt hat. Bedanken möchte ich mich außerdem bei Sabrina Weber für das fachkundige Lektorat.

Euch allen möchte ich danken für eure Geduld, Beharrlichkeit, die vielen Extrameilen und vor allem auch für die tolle Zeit mit euch in den letzten Monaten. Es hat so viel Spaß gemacht, dieses Buch zu entwicklen. Und es ist so witzig geworden. Finde zumindest ich..

Ein großes Dankeschön gilt auch den Einrichtungen, die dieses Buch finanziell und/oder ideell unterstützt haben..

Ganz lieben Dank deshalb an:

  • Bündnis gegen Depression, Rottal-Inn
  • kbo-Inn-Salzach-Klinikum, Wasserburg am Inn
  • Kulturamt der Stadt Karlsruhe
  • Roswitha-Beck-Stiftung

Sie waren alle (fast) sofort dabei, als ich sie angefragt habe, ob sie das Buch unterstützen möchten.

Time to say .. Thank you!

Und bedanken möchte ich mich bei dem gesamten Team von Eberl & Koesel, und zwar in dem Wissen, dass es unser letztes gemeinsames Buch sein wird.

Das macht mich sehr traurig.

Es ist schlimm, dass es eine Traditionsdruckerei und – buchbinderei bald nicht mehr geben wird. Und ich frage mich, wo ich in Zukunft drucken werde. Eines war ja schon immer (okay, seit 13 Jahren) klar: Auf jeden Fall in Deutschland. Aber wo? Wo sind die Menschen so nett und so kompetent wie bei Eberl & Koesel und das, was sie machen, so gut wie bei ihnen. Eine „kleine“ Verlegerin wie ich ist dort genauso gerne gesehen und wird wertgeschätzt und Ernst genommen wie ein „großer“ Kunde. Bei Ihnen hängt Qualität und Wertschätzung nicht von der Anzahl der verlegten Bücher ab, oder von der Auflagenhöhe.

Liebes Eberl&Koesel-Team,

ich danke Ihnen allen sehr herzlich für die außerordentliche, außergewöhnliche, tolle, warmherzige, kompetente und professionelle Zusammenarbeit. Wir haben nur ein paar Bücher zusammen entwickelt und nur ein Jahr zusammengearbeitet. Aber die Zusammenarbeit und die Druckabnahmen werden mir in Erinnerung bleiben. Sie bleiben unvergessen.

Ich danke Ihnen allen sehr herzlich für alles und wünsche Ihnen Geduld und Zuversicht für die nächste Zeit und alles Gute für Sie dort, wo Sie dann arbeiten werden oder bei dem, was Sie dann machen werden. Ich werde Sie vermissen!

Herzliche Grüße

Ihre

Claudia Gliemann

D A N K E S C H O E N ! ! ! !

Ich mag es gerne, wenn ich an Orte eingeladen bin, an denen ich schon einmal war. Wenn die Menschen mich schon kennen, wenn ich mich orientieren kann, wenn ich mich nicht verlaufe. Wenn ich Menschen wiedersehe, die mich mögen und schätzen und das, was ich mache, gut finden, und mich deshalb noch einmal einladen.

Manche Menschen meinen es dann besonders gut, wie hier auf der Rückreise von einer Lesung!

Ganz herzlichen Dank für dieses rosa Meer an Dankeschöns!

Ich habe mich sehr darüber gefreut. Und der Inhalt wird mein Begleiter auf den nächsten Lesereisen sein 😉

Wenn eine eine Reise tut …

Aktuell bin ich wieder auf Lesereise durch Deutschland und lese aus meinen Büchern „Papas Seele hat Schnupfen“ , „Papas Seele hat Schnupfen – Papas bunte Brücke“ und aus „Papas Seele hat Schnupfen – ein Muffin“, in dem es darum geht, wie sich Kinder und Erwachsene fühlen, wenn ein Elternteil in einer psychiatrischen Klinik ist, welche Therapien es dort gibt, welche Krankheiten dort behandelt werden und vieles andere mehr.

Die Lesereise wird finanziell und ideell gefördert und unterstützt vom Bundesverband der AOK und der Deutschen DepressionsLiga, wofür ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bedanken möchte.

Auf meinen Reisen in den letzten fünf Jahren habe ich viel erlebt, durfte viele Menschen in ganz Deutschland kennen lernen, viele Einrichtungen und vor allem, viele, viele Kinder. Ich liebe es, vor den Kindern zu lesen und genauso liebe ich es, vor Erwachsenen zu lesen und diese Lesungen musikalisch zu umrahmen.

Bei den Kindern bin ich so gerne, weil sie so klar, unverblümt und direkt sind. Und weil sie immer wieder solche Klopper raushauen, bei denen man sich einfach nur noch kringeln kann.
Bei den Erwachsenen bin gerne, weil ich merke, dass meine Lesungen sie berühren.
Die Lesungen veranstalte ich deshalb so gerne, weil ich glaube, dass sie etwas bewirken, dass sie wie Samen sind, die unterschiedlich langsam aufgehen, und irgendwann vielleicht Blüten und Früchte tragen werden oder auch einfach nur schön grün sind. Manche sind vielleicht Bohnen, andere Bäume und spenden irgendwann anderen Menschen Schatten. Manche Samen fallen vielleicht daneben. Aber tatsächlich glaube ich, dass es nicht so viele sind.

Ein paar Sprüche und Sätze aus den letzten Monaten möchte ich hier gerne aufführen, weil ich sie so witzig, eindrücklich und vieles andere mehr fand:

Ich bin bei zwei Mädchen an deren Tisch und wir unterhalten uns über Musikinstrumente und Musik. Eines der beiden Mädchen erzählt dann von ihrer Banknachbarin, einem Mädchen aus der Ukraine, und sagt:
„Sie spielt Klavier. Und sie kann sogar Goethe!“

Bei der ersten Lesung aus „Papas Seele hat Schnupfen – Papas bunte Brücke“ für Kinder ab vier Jahren (Premierenlesung) in einer Kita (Jüngstes Kind noch keine drei, ältestes Kind Besuchskind aus der Grundschule) frage ich die Kinder, was man denn alles so braucht, um ein Buch zu machen. Darauf antwortet ein Kind innerhalb von Sekunden:
„Talent!“

Als Autorin auf Lesereise übernachte ich meist in Hotels. Manchmal in größeren, manchmal in kleineren. In einem kleineren Hotel begrüßt mich die Mitarbeiterin, die für das Frühstück zuständig ist, mit meinem Namen.
„Woher wissen Sie, wie ich heiße?“
„Na ja, Sie sind die einzige Frau hier.“

Nach einer Lesung, als ich durch die Reihen der Kinder gehe, spricht mich ein Junge an und zeigt auf sich und ein paar Jungs neben sich:
„Wir sind die, die immer … …!“
„Ach, echt, davon habe ich gar nichts gemerkt.“
„Ja, aber nicht, wenn es was Gutes gibt. Nur im Unterricht.“

Wenn ich die Kinder frage, worum es in „Papas Seele hat Schnupfen“ geht, kommen oft ganz unterschiedliche Antworten, wie diese z.B.:
„Dass der Papa traurig ist.“
„Dass der Papa krank ist.“
„Ich glaube, es geht um eine Krankheit, die Depression heißt.“

Nicht selten kommt aber auch das als Antwort:
„Um Liebe.“
„Darum, dass man nicht aufgeben soll.“
„Dass man zusammenhält.“

Andere Kinder meinten:
„Ich finde es gut, dass Sie das Buch kinderfreundlich geschrieben haben.“
„Mein Papa sagt immer: ‚Die Depression kommt, wenn sie kommt.’“

Nach der Lesung frage ich die Kinder meist, wie es Ihnen bei der Geschichte ging. Neulich meinte ein Junge:
„Ich bin richtig ruhig geworden.“
Und am Ende meldete er sich noch einmal und meinte:
„Danke, dass Sie da waren. Sie haben mich richtig beruhigt.“

Oft stellen die Kinder auch fragen. Die Lieblingsfrage:
„Wie alt bist du?“

Sprüche von Bahnmitarbeitern im Zug:
„Jetzt fahren wir erst mal in Mannheim los und dann sehen wir weiter.“
„Unsere Lokführerin hat Gas gegeben und wir kommen fünf Minuten früher am Flughafen Frankfurt an.“

Und zum Schluss noch ein paar Kommentare des Hausmeisters, der mich zur Lesung an einer Schule abgeholt und danach zum Bahnhof gefahren hat und mich dazu vorher angerufen hat:
„Ich bin so n brauner Typ!“ (Als ich mit ihm auf das Schulgelände fahre, ist er der Star und gleich von Kindern umringt).

Und zu meiner Lesereise meinte er:Ah, dann ist die Reise die Reise.“
„So habe ich das noch nie gesehen. Aber ja, so könnte man das sagen.“

Immer wieder sind die Lesereisen auch wunderschön vorbereitet und angekündigt, wie oben auf der Tafel in einer Schule! Herzlichen Dank dafür!

Zwölf

Im Herbst wird MONTEROSA zwölf Jahre alt. Und aus diesem Anlass haben wir unser Programm etwas refurbished. Und zwar dieses Mal ganz anders. Weg vom klaren Bauhaus-Stil, hin zu dem, wofür MONTEROSA unter anderem steht: zu genialen und witzigen Illustrationen, einer coolen Umsetzung, einem guten Konzept, einer Art „Geschichte“, und all das stellvertretend für alles, wofür MONTEROSA steht. Auf jeden Fall sind sehr viele Bilder drin … Also quasi eine Art Bilderbuch. Unser Programm ist in diesem Fall auch Programm 😉

Illustriert wurde das neue Programm von Natalia Bzdak, die auch schon Ein Schlüssel für Mama illustriert hat, mit dem wir den ICMA-Award in Gold erhalten haben, auf die Bestenliste des Huckepack-Preises kamen und jetzt, ganz aktuell, auf der Longlist der Stiftung Buchkunst stehen (Jetzt hatte ich mich doch tatsächlich verschrieben und statt Longlist … Shortlist geschrieben …)


Liebe Natalia,

ganz herzlichen Dank für dieses so coole Programm. Du hast das so toll gemacht! Was für ein Ping-Pong! 😉


Das MONTEROSA-Team:

Ich bin sehr stolz auf dieses neue Programm und auch darauf, mit so vielen so tollen Menschen arbeiten zu dürfen, in ganz unterschiedlichen Bereichen, die nicht selten ihre ersten Bücher bei, mit und für MONTEROSA machen. Und die mit mir gemeinsam für und an MONTEROSA arbeiten, die an diesen kleinen Verlag MONTEROSA glauben, ihn unterstützen und es oft sehr gut mit mir und uns allen meinen. Und ich bin stolz darauf und dankbar für das, was wir alle gemeinsam damit bewirken wollen und hoffentlich auch können: Kindern und Erwachsenen zu helfen, das Leben etwas leichter zu machen, basierend auf der Überzeugung, dass Kunst und Geschichten heilenden Charakter haben können, was sich auch in Kunsttherapie und Biliotherapie zeigt. Und dass es sich lohnt, etwas richtig gut zu machen. Die Extra-Meile zu gehen. Dass Bücher Welten eröffnen können, manchmal vielleicht sogar Sternenwelten 😉

Und ich freue mich sehr über das und auf das, was dieses Jahr noch kommt und was dieses Jahr auch an Neuem kommen wird. Und trotz aller aktuellen politischen und gesundheitlichen Zustände glaube ich an die Zukunft und stehe mit MONTEROSA für das, was ich mit MONTEROSA auch vermitteln will: Für Hoffnung, dass man die Hoffnung nicht aufgeben darf. Einmal mehr aufzustehen als hinzufallen.

Deshalb: MONTEROSA glaubt an die Zukunft und macht Bücher für heute und morgen. Und manchmal auch über gestern, damit das Morgen besser wird.

Ich persönlich liebe ja die Zahl 12: 

  • zwölf Jünger
  • zwölf Monate
  • zwölf Tierkreiszeichen
  • bis zur Zahl 12 werden Zahlen ausgeschrieben (wird die Zahl an sich dann auch ausgeschrieben?)
  • bald zwölf Jahre MONTEROSA  (und hoffentlich noch viele viele mehr …)
  • die aktuelle MONTEROSA-Hausnummer  (man weiß ja nie …)

Nicht zuletzt steht die Zahl 12 für Vollkommenheit. Dass etwas rund geworden ist und in sich ruht. Und ich denke, das kann man mittlerweile auch für MONTEROSA behaupten. Trotz aller Stürme, Turbulenzen und rauen Seen. Aber wer weiß, vielleicht ist es auch nur die Ruhe vor dem Sturm. Auf offener See, auf der sich ein Unternehmen nun einmal auch immer befindet, weiß man nie, wann der nächste Sturm aufzieht.

MONTEROSA – das Unternehmen einer Frau, die sich was traut

Zwölf Jahre sind eine lange Zeit für ein Start-Up. Eine Unternehmensgründung ist immer ein Wagnis. Wie ein Ü-Ei. Man weiß nie, was man bekommt …

Am Anfang dachte ich immer: Wenn ich fünf Jahre geschafft habe, dann habe ich es geschafft. Vielleicht gilt das für das Durchhaltevermögen. Ob einem etwas wirklich wichtig ist. Nach fünf Jahren war mir dann allerdings klar: Fünf Jahre in der Buchbranche sind ein Windhauch.

Als Gründerin eines Verlags habe ich MONTEROSA von der Pieke auf geplant und entwickelt. Immer mit vollem persönlichem Risiko. Ich bin nicht irgendwann eingestiegen, habe das Unternehmen übernommen oder bin Geschäftsführerin. Ich habe den Samen gepflanzt. Im Jahr der Wirtschaftskrise 2009. Als ich aufgrund der Wirtschaftskrise entlassen wurde und arbeitslos war. Wie so vieles bei MONTEROSA ist MONTEROSA ein Beispiel für „Turning Lemons into Lemonade“. Wir sind eher die Praktiker:innen 😉 In Theorien sind wir nicht so gut.

MONTEROSA ist deshalb auch nicht am Reißbrett entstanden, sondern organisch gewachsen. Durch Trial und Error. Mit und bei MONTEROSA bin ich Einbahnstraßen gefahren, musste wenden, stand vor Baustellen, musste viele Male von der Autobahn auf langen Landstraßenstrecken Umleitungen fahren.  Manchmal bin ich auch Achterbahn gefahren. Und am Ende wieder da angekommen, wo ich angefangen hatte. Aber wie heißt es so schön: Auch wenn man zweimal am selben Ort ist, man selbst wird trotzdem nicht mehr der- oder dieselbe sein. Corona kam dazwischen. Und aktuell der Krieg und seine ganzen Auswirkungen.

Aber zum Glück war und bin ich nie alleine unterwegs, sondern hatte und habe immer Menschen an meiner Seite, die es gut mit mir gemeint haben bzw. meinen. Trotzdem bin ich seit der Gründung für alles verantwortlich: Denn auch wenn viele Menschen mit mir und für mich arbeiten, an meiner Seite sind, mir beistehen: Die Verantwortung trage letzten Endes immer alleine ich. Ich gebe das: Go! Und auch wenn bisweilen gefühlte 1000 Augen über ein Buch schauen, manchmal ist dann doch immer noch etwas drin, was wir hätten besser machen können.

Ich leite MONTEROSA und gehöre damit zu den Frauen in Führungsposition. Deshalb heißt MONTEROSA übrigens auch MONTEROSA, „Rosa“,  weil ich glaube, dass Frauen Unternehmen anders führen als Männer. Und ja, ich traue mich, meine eigenen Geschichten herauszubringen und diese selbst zu verlegen.  Ich stehe dazu. Und ich stehe ganz bewusst zu der „kleinen“ GROESSE von MONTEROSA. Zu: weniger ist auch sehr gut … Auch im Sinne von Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Und nehme damit in Kauf, dass mir dadurch manches nicht möglich ist. Dass ich damit manchmal Kriterien nicht erfülle, die andere erfüllen, die „einfach“ mehr Bücher verlegen und die Bücher von anderen verlegen.

Indem ich meine eigenen Texte veröffentliche, darf ich bei MONTEROSA Akzente setzen, eigen sein, „Simply MONTEROSA“. Und warum sollte ich andere Texte verlegen, wenn meine eigenen gut sind? Warum brauche ich den Stempel eines anderen Unternehmens, um meinem Unternehmen einen Wert zu bescheinigen? Was hätten Ferdinand Porsche, Gottlieb Daimler, Carl Benz, Steve Jobs und die Höhle der Löwen dazu gesagt? Ein Unternehmen ist nur dann gut, auszeichnungswürdig oder förderfähig, wenn es seine eigenen Ideen und seine Schöpferkraft bei einem anderen Unternehmen unterbringt? Mhm …Und wieso fallen mir bei dieser Aufzählung so wenige Frauen ein?

MONTEROSA – ausgezeichnet:

Und genau deshalb möchte ich mich an dieser Stelle von ganzem HERZEN bei all jenen bedanken, die uns in den letzten Jahren ausgezeichnet und unterstützt haben, die es anders gesehen haben, nämlich: Dass wir unsere Sache gut machen. Bei denen es nicht wichtig ist, wie viele Bücher ein Verlag verlegt, wie viel Mühe es macht, alle diese vielen Bücher zu sichten, (die sogar, wie die Stiftung Buchkunst, jedem einzelnen Teilnehmer nach dem Wettbewerb den Jurybogen zusenden, damit wir es im Jahr darauf besser machen können – Wie cool und wie aufwändig ist das denn?! So toll!!!),  oder wer diese Bücher geschrieben hat, sondern bei denen einfach nur die Leistung an sich zählt: Das, was wir machen. Und das waren für einen kleinen Verlag wie MONTEROSA nicht wenige 😉

Herzlichen Dank an alle Jurys, an alle Institutionen und an alle, die mich und MONTEORSA in ihren Reihen aufgenommen, unterstützt und ausgezeichnet haben! Das freut mich sehr und ich bin Ihnen sehr dankbar dafür, denn dadurch machen Sie auch anderen Mut und schenken Hoffnung. Wer uns bisher alles ausgezeichnet hat und wer mit MONTEROSA zusammenarbeitet und uns unterstützt bzw. fördert, finden Sie hier und hier.

Der MONTEROSA-Garten:

Letzten Endes bin ich aber eigentlich nur die Gärtnerin, denn die Pflanzen, die machen, was sie wollen. Wie der Buchmarkt.

Ein „Markt“ ist unberechenbar, volatile, flüchtig, verflüchtigt sich …  Ist um 13 Uhr abgebaut. Oder er ist wie eine Pflanze. Man weiß nie, wie sie sich entwickelt. Man kann sie hegen und pflegen, und doch weiß man genau: Irgendetwas kann immer passieren. Deshalb freue ich mich an dem was ist, und was wir alle gemeinsam in den letzten noch nicht ganz zwölf Jahren gemeinsam geschafft haben, über die Samen, die wir gepflanzt haben, über die Blumen, die blühen, die Geranien, die vielleicht überwintert haben und über die Gärten, in denen Kinder und Erwachsene Ruhe finden und sich erholen können. Und über die Menschen, mit denen ich und wir gemeinsam in diesen Gärten sein und neue Projekte planen oder uns einfach darüber freuen dürfen, dass wir miteinander arbeiten dürfen.

Mit MONTEROSA habe ich eine Nische gefunden, in der ich sehr glücklich bin und bei der ich mich darüber freue, dass ich das, was ich am besten kann, einbringen darf und das als meinen Beruf bezeichnen darf. Und für mich ist diese Arbeit nicht nur mein Beruf. Für mich ist es auch Berufung. Nur deshalb habe ich MONTEROSA gegründet. Weil ich von Anfang an wusste, dass dieser Verlag mein Weg ist. Nicht für mich. Sondern für andere. Dass ich damit viel Gutes bewirken kann. Und ich führe den Verlag weiter, weil mir die Arbeit mit meinem Team unglaublich viel Freude bereitet und ich das, was wir machen, einfach großartig finde. Deshalb nehme ich die Stürme in Kauf.

Wir, die wir die Samen pflanzen, gießen, uns über neue Blüten und Blätter freuen, haben viel Freude beim Säen, Pflanzen, Gärtnern und Ernten, und, (Achtung: Bildwechsel:),  wie es sich für ein MONTEORSA-Bergsteiger-Team gehört, natürlich auch unterwegs mit unseren Wanderstiefeln auf unseren Extra-Meilen 😉

Falls Sie also MONTEROSA gut finden: Erzählen Sie gerne anderen davon. Wir freuen uns darüber. Und die anderen vielleicht auch 😉