jochenbaumann

Rotkäppchen wie geht es dir?

Rotkäppchen, wie geht es dir?

Mein Jubiläumsbuch ist gleichzeitig mein erstes Märchenbuch. Und hier habe ich mich gefragt: „Rotkäppchen, wie geht es dir?“ Wie ging es Rotkäppchen, als ihm bewusst wurde, dass der Wolf die Großmutter gefressen hatte? Als es selbst in Lebensgefahr war? Und wie ging die Geschichte weiter?

Rotkäppchen, wie geht es dir? erzählt eine mögliche Variante. Aber nicht nur das. Es wirft auch andere Fragen auf. Wie geht es Mädchen und Jungen, wenn sie Schlimmes erleben oder mit ansehen mussten? Wie fühlen sie sich? Wie schaffen sie es, damit zu leben? Was hilft ihnen?

Nicht zuletzt handelt Rotkäppchen, wie geht es dir? von Vertrauen. Vom Scheitern. Vom Hinfallen und Wiederaufstehen. Vom Nicht-Aufgeben. Es handelt davon, dass schlimme Dinge passieren, Dinge, die wehtun und belasten. Manchmal auch Dinge, die unglaublich, unfassbar, unvergesslich sind. Die trotzdem vergessen werden.

Und irgendwie doch nicht. Dann ist es gut, wenn man nicht alleine ist. Wenn man jemanden an seiner Seite hat, wie den Bären in der Geschichte, dem man von seinen Sorgen erzählen kann, nach und nach, und dann Moment für Moment langsam wieder zu vertrauen lernt.

Ich freue mich sehr, dass ich für mein Jubiläumsbuch eine der renommiertesten Kinderbuchillustratorinnen Estlands gewinnen konnte: Regina Lukk-Toompere, mit der ich das Buch in den letzten Monaten gemeinsam entwickelt habe und die meinen Text in den letzten Monaten in einfach wunderschöne, berührende, witzige, liebevolle und zarte Bilder umgesetzt hat und ihm dadurch Elemente geschenkt hat, auf die ich selbst nie gekommen wäre. Begonnen haben wir im Januar 2020. Die dunklen Seiten des Buches, in denen Rotkäppchen in seiner Hütte sitzt und nur durch ein Fenster Licht hereinscheint, sind wärend des Lockdowns entstanden und haben dadurch noch eine ganz andere Komponente. Eigentlich wäre ich zur Abnahme nach Estland gefahren. Das Treffen in Estland haben wir vorerst verschoben.

Als Autorin und Verlegern bin ich sehr stolz auf dieses Buch und ich wünsche mir sehr, dass es auf der ganzen Welt viele Leser findet. Und ich wünsche mir, dass es nicht nur Mut macht, sondern auch tröstet.

Und es gibt auch schon die ersten Stimmen zum Buch:
Professor Dr. Silvia Denner, Vorstand des Kinderschutzzentrums Dortmund, schreibt dazu:

„Kinder können auch schwierigste Erfahrungen bewältigen und wieder lernen zu vertrauen. Aber sie brauchen dazu liebevolle, geduldige und verstehende Bezugspersonen, die sie auf diesem Weg begleiten. Dieses Buch macht uns das deutlich.“

Ich wünsche „Rotkäppchen, wie geht es dir?“ sehr viel Erfolg und bedanke mich sehr herzlich bei allen, die dazu beigetragen haben, dass dieses Buch zu dem wurde, was es ist. Und ich würde mich sehr freuen, wenn es von vielen Rotkäppchen und Bären gelesen würde und zeigen würde: „You’ll never walk alone.“ Und auch von allen anderen, um besser zu verstehen, wie es Rotkäppchen ging.

Auszeichnung:

  • Winner 2020: Tallinn Illustrations Triennial

Mit herzlichen Grüßen

Eure und Ihre
Claudia Gliemann

Ausgezeichnet Thanks to Jason Leung for sharing their work on Unsplash.

Ausgezeichnet!

Jetzt schon Ausgezeichnet!

Wow! Unser Jubiläumsbuch bekommt für seine Illustrationen schon Preise, bevor es erschienen ist. Wir freuen uns sehr darüber.

Und weil so ein Jubiläumsbuch ja etwas ganz Besonderes ist, lassen wir es noch etwas spannend 😉.

Demnächst mehr bei MONTEROSA.

Buch - Wie Mamas Welt wieder farbig wurde

Wie Mamas Welt wieder farbig wurde

Auftragsprojekt Claudia Gliemann: Bilderbuch der Stadt Dortmund zum Thema „Postpartale Depression“ für Dortmund und andere Kommunen

Seit 2017 darf ich nun schon mit „Papas Seele hat Schnupfen“ als Projekt der Deutschen DepressionsLiga e.V., gefördert von der AOK, in Deutschland auf Lesereise sein und in Klassenzimmern, Projekten für Kinder psychisch kranker Eltern, in sozialen Einrichtungen und auch auf Tagungen für Fachpersonen zu Gast sein. Bei meinen Reisen habe ich immer wieder gesehen, wieviele unglaublich tolle Projekte es für Familien gibt, wieviele engagierte Menschen, die mit ganzem Herzen bei diesen Kindern und Familien sind und die ich kennen lernen durfte, und dass es auf der anderen Seite aber immer noch viele Familien gibt, die nicht wissen, wo sie Hilfe finden können bzw. die bestehenden Hilfsangebote nicht annehmen.

Lange habe ich gemeinsam mit anderen überlegt, wie man diese Kluft schließen könnte. Es gab diverse Möglichkeiten und schließlich konnte ich zusammen mit der Stadt Dortmund eine Variante umsetzen, die wir alle sehr gut fanden: Ein Bilderbuch 😉 Wie könnte es auch anders sein … 😉

In den letzten zwei Jahren durfte ich nun zusammen mit Mitarbeiterinnen der Stadt Dortmund und der Dortmunder Künstlerin Ulla Schönhense ein neues Buchprojekt umsetzen, in dem es um postpartale Depression geht und das exemplarisch am Beispiel einer Familie aus Dortmund den Weg zur Hilfe zeigt und die entsprechenden Einrichtungendie der Stadt erklärt, die entsprechenden Ansprechpartner nennt und das von der Stadt Dortmund kostenlos an entsprechende Stellen verteilt wird.

Von Anfang an wollten wir, dass es nicht nur ein Projekt der Stadt Dortmund ist, sondern dass die Datei auch anderen Kommunen zur Verfügung gestellt werden kann, was tatsächlich der Fall ist. So kann in relativ kurzer Zeit ein Wegweiser zur Hilfe in der jeweiligen Regionen entwickelt und zur Verfügung gestellt werden. Es ist quasi ein Baukastensystem, bei dem die Hilfen aus Dortmund durch eigene ersetzt werden dürfen.

Ich finde diesen Ansatz sehr gut, weil wir etwas entwickeln wollten, das einerseits in ganz Deutschland eingesetzt werden kann und trotzdem passgenau für die jeweilige Kommune ist. Das Buch ist unser Vorschlag dafür.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr / Sie in euren sozialen Kanälen oder auf auf persönlichen Kanälen auf das Projekt aufmerksam machen würdet, weil ich glaube, dass es gut ist und gute Hilfestellung zur rechten Zeit geben kann. Man hat davon gehört und kann, wenn Bedarf ist, darauf zurückgreifen.

Unten findet ihr zwei Dokumente, die ich im Auftrag der Stadt Dortmund zur Verfügung stellen darf:

Ich würde mich freuen, wenn ihr darauf verlinken würdet bzw. wenn ihr Euch vorstellen könntet, das Projekt in eurer Kommune umzusetzen.

Herzlichen Dank und beste Grüße

Eure/Ihre

Claudia Gliemann

Monterosa-Webshop

Webshop ist da!

Endlich! Für alle, die sich schon immer einen MONTEROSA-Webshop gewünscht haben: im zehnten Jahr haben wir auch das geschafft! Bei Runge.

Hier geht es zum Eventum-Shop

Ihr findet dort eine Übersicht über alle Bücher und ich freue mich, wenn unsere Kinder- und Erwachsenenherzen erobern.

Fact is stranger than Fiction

Fact is stranger than fiction

Wir leben gerade in einer Science-Fiction-Welt. Selbst ich als Autorin hätte mir diese Welt in meiner blühendsten Fantasie nicht vorstellen können. Vor allem mag ich keine Science-Fiction … Trotzdem ist sie real. Und so kommt es, dass die Realität Fiktion wird, dass sich das, was wir gerade erleben, in Geschichten wiederfindet, und zwar in ganz unterschiedlichen Facetten.

Continue Reading

Insieme

#insieme

Schaut mal, endlich ist der Dumme August hier auch angekommen. Und heute geht es endlich los.

„Aber Kolumbus, warum hast du denn schon dein Kettenhemd angezogen und deinen Helm?“
„Wir fahren doch auf die Burg.“
„Nein, das dauert noch.“
„Noch lange?“
„Nur noch …“
„Manno.“

rollin-rollin-rollin

#Rollin‘, rollin’, rollin’

„Wurde ja echt Zeit, Corona! Zweieinhalb Monate zu Hause! Du weißt gar nicht, wie fit wir sind! Mittlerweile gibt es hier nämlich sogar schon Palmen: Kokos. Dattel. Bananenstauden.

Und jetzt sind wir tatsächlich auf eine Burg eingeladen. Der Veranstalter hat es echt geschafft. Was muss man denn da anziehen? Brauche ich da eine Rüstung und ein Pferd? Und Nele ein langes Kleid?“

„Nein, ich ziehe kein Kleid an!!!!“

„Würde dir bestimmt stehen.“

„Ich mag aber keine Kleider!“

„Na ja, egal, auf jeden Fall: Wir sind also startklar und sitzen schon mal an der Haltestelle. Aber wo ist denn Claudia?“

„Kolumbus, wir fahren doch noch gar nicht los.“
„Ach, ich dachte heute?“
„Nein, dauert noch n bisschen.“
„Noch lange?“
„Nein, nicht mehr lange.“
„Nur noch …“

Herzlichen Dank für die Einladung! Wir freuen uns wirklich sehr! An Helmen, Masken, etc. arbeiten wir noch….